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13.02.2019

Max-Mannheimer-Kulturtage

Kurhaus Bad Aibling, Bad Aibling

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10.00 EUR

Zeitzeugengespräch mit Charlotte Knobloch

Moderation: Helmut Zeller, SZ-Redakteur und Buchautor

Charlotte Knobloch wurde 1932 in München geboren. Sie überlebte den Holocaust bei einer katholischen Bauernfamilie in Mittefranken, die sie als ihr nicht-eheliches Kind ausgab. Nach dem Krieg kehrte Knobloch nach München zurück, wo ihr Vater, der Rechtsanwalt und spätere bayerische Senator Fritz Neuland, maßgeblich an der Wiedergründung und dem Neuaufbau der jüdischen Gemeinde beteiligt war. Mit ihrem Mann wollte sie möglichst bald auswandern. Doch die junge Familie blieb, wenn auch auf gepackten Koffern. 1985 wurde Charlotte Knobloch erstmals zur Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern gewählt ? ein Amt, in dem sie zuletzt 2016 erneut bestätigt wurde. Von 1997-2006 war sie Vize-Präsidentin, von 2006-2010 Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland. Am 9. November 2006 packte Charlotte Knobloch die sprichwörtlichen Koffer endgültig aus: Mit der Eröffnung der neuen Münchner Hauptsynagoge Ohel Jakob war die jüdische Gemeinde ins Herz der Stadt zurückgekehrt. Seit 2013 ist Knobloch Beauftragte des World Jewish Congress für das Gedenken an den Holocaust. Die Erinnerung an das singuläre Menschheitsverbrechen und der Kampf für Demokratie, Freiheit und Menschlichkeit gehören für Charlotte Knobloch untrennbar zusammen.

 

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